Kiefer- und plastische
Gesichtschirurgie
in der Burgstrasse
Wiesbaden

Hannes Gaab

Hans Gaab kam als Sohn von Jean Gaab, einem Grafiker mit feurigem Temperament, in der Lauterenstraße 11 zur Welt. Schon früh folgte er seinem Vater und verließ die Schule vorzeitig um auf die Kunstgewerbeschule (1923-28) zu gehen.

1930/31 arbeitete Hans als Tüncher, Maler und Glaser auf der Insel Juist.

1937/38 ermöglichtete es ein Stipendium der Mainzer Mäzenatenfamilie Blad, dass Gaab ein Jahr lang an der Akademie für angewandte Kunst in München bei dem Professor Emil Pretorius aus Mainz zu studieren.

Dazwischen und bis zum Krieg arbeitete Hannes Gaab immer wieder als Maler, Lackierer und Dekorateur, aber auch freischaffend als Graphiker und Buchillustrator.

1940 erfolgte die Einberufung zur Wehrmacht, zunächst an die Ostfront, ab 1943 nach Italien wo er bis zum Kriegsende stationiert war.

In den Jahren 1949-51 machte Gaab private Studien, verbesserte seine Technik und zeichnete viel in der Natur.

Das von ihm 1952 illustrierte Buch “Sappho” schaffte es in die Bestenliste des Jahres, sodass Gaab 1953 in den Bund deutscher Buchkünstler aufgenommen wurde. Das Werk Gaabs, der kurz vor seinem 80. Geburtstag starb, war geprägt von der Liebe zur französichen Lebenskunst, Pariser Flair, der abwechslungsreichen Stimmung der nördlichen Meere und der Bewunderung fernöstlicher Kaligraphie und Malerei.

Mit knappen Strichen (“Gaab’sche Linie”) schuf Hannes Gaab differenzierte Seherlebnisse. Mit Vorliebe setzte er diese beispielsweise für Tiermotive ein. So vereinen sich in seinen Werken äußerste Ökonomie der Ausdrucksmittel mit einem Höchstmaß an Kennzeichnung des Bildinhaltes.

Quelle: Armbruster, S. (1988): Die meisterlich kreisende Linie. – Mainzer Vierteljahreshefte 4/88: 46-49. Balzer, W. (1989): Mainz – Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Band II. Kügler (Ingelheim), 384 S. Huber, W. (2002): Das Mainz-Lexikon. Verlag Hermann Schmidt (Mainz), 264 S.

Neujahrskarten von Hannes Gaab: